… ist das hier passiert:

Der „Goldfisch“ wurde tatsächlich ins Programm des Cantus-Theaterverlags aufgenommen.
Morgen findet übrigens das Casting für unsere Aufführung statt!
Kronprinz des Kreuzreims, Apostel der Katastrophenapostrophe, Dalai Lama des lahmen Dramas
… ist das hier passiert:

Der „Goldfisch“ wurde tatsächlich ins Programm des Cantus-Theaterverlags aufgenommen.
Morgen findet übrigens das Casting für unsere Aufführung statt!
Der Cantus-Theaterverlag unter der freundlichen aber bestimmten Führung von Ines Erhard hat ja schon 2010 eines meiner Stücke, „Tod und Vererben“ in sein Programm aufgenommen. Da dachte ich mir, wenn der „Goldfisch“ fertig ist und zur Aufführung kommen soll, warum frage ich nicht wieder bei Cantus nach, ob noch ein Plätzchen auf der Website frei ist?
Gesagt, getan, und nach einer (für professionelle Verlage erstaunlich kurzen) Zeit für die Prüfung des Manuskripts kam heute mit der Mail der unterschriftsreife Verlagsvertrag.
Darauf nen alten Beatles-Song: Paperback Writer.
Ich hab schon länger nix mehr unter „Local Talent“ gepostet, mea culpa, obwohl ich mir ja vorgenommen hatte, das zu einer Art regulären Rubrik auf diesem Blog zu machen.
Ich hol’s jetzt nach: Vor zwei Wochen saßen die beste aller Ehefrauen und ich im Boca, einer recht neuen kleinen Kneipe in Fürth (die auch so einen Besuch wert ist!*) Anlass war ein Blueskonzertchen**), und zwar von Butch Backwater. Den kennt kein Mensch, im Moment liegt sein Follower-Count auf Facebook bei 41 Menschen, was vielleicht auch daran liegen mag, dass er sich mehr Gedanken um seine Musik als um seine Vermarktung macht. (Ist ja auch ein Ansatz.) Als Sina ihn nach dem Konzert wegen CDs fragte, musste er zugeben, dass er die zuhause vergessen und darum nichts zu verkaufen hatte.***)
Dann müssen eben andere Leute das Marketing für ihn übernehmen, ich zum Beispiel: Der Mann macht geile Mucke, novembergrauen Blues, mit Stimme, Gitarre und Banjo. Hört ihn euch mal an, und wenn euch die Musik gefällt, kauft euch die Songs. Euch kostet das nicht die Welt, und ihr ermutigt einen verdammt talentierten Musiker, an seiner Kunst zu feilen.
*) Caveat bibor: Normalerweise gibt’s dort nur Frozen Margeritas, aber wenn man der Bedienung nett zublinzelt, bekommt man auch einen Classic Margerita. Der ist dann aber nicht von schlechten Eltern…
**) Die Kneipe ist ziemlich klein, so viele Zuhörer fasst die gar nicht.
***) Aber Sina wäre ja kein Digital Native, wenn sie nicht flugs das Online-Angebot Butchs gekauft hätte.
Blut und Wasser haben wir geschwitzt, gestritten, gekämpft und gelacht, aber schließlich hat es doch geklappt: Wir haben am letzten Sonntag in der Kofferfabrik Fürth unter dem Motto „Kino im Kopf“ drei neue Hörspiele veröffentlicht. Neben der „konventionellen“ Doctor-Who-Story „Eidolon“ und der E-Space-Story „Der Kuss der Muse“ haben wir auch unser Experiment „Blowout“ vorgeführt:
Ein Hörspiel, live auf der Bühne zum Vortrag gebracht, mit eingespielten Soundeffekten und allem, was dazugehört. Wir sind alle unglaublich stolz aufeinander, weil es funktioniert hat und — zumindest für mich — noch wesentlich besser rüberkam, als wir uns das vorgestellt haben.
Ich glaube, nicht nur dem Publikum hat’s Spaß gemacht, sondern vor allem auch unserer Truppe. Der Ehrgeiz ist groß, und es gibt Pläne, das zu wiederholen und vor allem vielleicht sogar noch zu steigern: Unsere Sprecher und Techniker haben Interesse daran geäußert, aus der zwanzigminütigen Pilotstory „Blowout“ tatsächlich eine Serie mit sechs jeweils einstündigen Episoden zu machen, wie es seinerzeit angedacht war.
Vielleicht. Im Moment brauchen wir glaube ich alle erstmal ein wenig Ruhe, damit wir uns wieder sammeln können. Dann schauen wir, wie wir weitermachen…
Beinahe hätte ich es in all dem Trubel noch vergessen: Letzte Woche war wieder ein Vereinstreffen des Muscialnetzwerks Nürnberg e.V., von dem unsere „Plan B“-Truppe, mit der wir „Frau Luna“ auf die Bühne bringen wollen, ja ein Teil ist.
Teil der Agenda war auch, dass ich kurz über den Fortschritt der Arbeiten an „Frau Luna“ referieren durfte. Dort liegen wir den Umständen entsprechend ganz gut im Plan:
Eigentlich wollte ich auch schon verkünden, dass wir eine Location für den Sommer 2020 hätten, allerdings haben wir uns da bei unseren Favoriten, mit denen wir eigentlich schon handelseinig waren, eine Abfuhr eingehandelt: Im August nutzen sie ihr Theater prinzipiell nicht, da es unter dem Dach einer alten Fabrik liegt und sich im Hochsommer zu stark aufheizt, und weil der August für Arbeiten zur Renovierung und Aufhübschung reserviert ist. Darum suchen wir also derzeit noch nach Alternativen.
Aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan, und wir haben vom Vorstand des MNN grünes Licht bekommen, weiterzumachen. Am 4.11. treffen wir uns dann in kleiner Runde und besprechen neben einigen organisatorischen Dingen („Wer unterschreibt einen Mietvertrag für die Location, wenn es soweit ist?“) das große „B“ — nämlich das Budget, das wir bis dahin vorlegen wollen, und mit dem wir hoffentlich ebenfalls durch die Tür kommen.
Drückt uns die Daumen!