Lesung im Pellerschloss

Nach längerer Pause war mal wieder Zeit für eine Lesung. Diesmal ging es am 11. Oktober ins Pellerschloss in Fischbach bei Nürnberg, wohin der Kulturkreis Pellerschloss geladen hatte. Mein Verleger Thomas scharte also eine kleine Gruppe seiner Autoren um sich, packte sich den anatolischen Musiker Metin Demirel unter den Arm, und wir pilgerten zu dem spätmittelalterlichen Kleinod in den Vororten Nürnbergs.

Leider war die Sprechzeit der einzelnen Autoren mit weniger als einer Viertelstunde recht knapp bemessen, und ich weiß nicht so recht, inwiefern ich dem sehr Publikum mit so einem kleinen Einblick in den Fall Zita S. einen rechten Eindruck von dem Roman vermitteln konnte — was mir umso mehr leid tat, als die Fischbacher tatsächlich in großer Zahl versammelt waren. Aber es machte großen Spaß, mal wieder in die Welt Iahel Nimoys und Quentin von Cramms einzutauchen, die ich in den letzten Jahren so schmählich vernachlässigt habe. Noch mehr gefreut hat es mich, dass ich außerdem endlich ein paar meiner „Literatenkollegen“ aus dem Knurrhahn-Schwarm kennenlernen konnte, namentlich Astrid Schwabe, Sabine Burkhardt und Daniela Preiß. Ich hoffe, dass wir in Zukunft solche „Klassenausflüge“ öfter machen werden.

Mein Dank auf jeden Fall dem Kulturkreis für seine Einladung, und insbesondere für den extraleckeren Schweinsbraten, den wir nach der Lesung zusammen verdrückten! Nicht vergessen werden sollen auch die Sponsoren von Fi-Net, die die Veranstaltung erst ermöglicht haben.

Hier noch ein sehr freundlicher Pressebericht aus dem Feuchter Boten:

Bericht Der Bote

Bild und Bericht: Hr. Kurt

Save the Date: 11. Oktober

Am Donnerstag, 11. Oktober werde ich ab 19:30 im Pellerschloss in Nürnberg/Fischbach zugange sein. Was es dort genau gibt?

Der Kulturkreis Pellerschloss veranstaltet in Fischbach eine kleine Reihe mit Konzerten und Performances. Die edition Knurrhahn, bei der meine beiden Iahel-Nimoy-Krimis Der Fall Zita S. und Der Fall des einsamen Goldfischs veröffentlicht wurden, ist an diesem Abend dort ebenfalls vertreten, und zwar mit einer Lesung mit Musik.

Nun weiß ich bisher nicht genau, was mich erwartet — mein Verleger Thomas hat mir nur mitgeteilt, dass er versuchen will, dort alle seine Autoren für eine „Lesung mit Musik“ um sich zu scharen. Wenn wir die Leute dort nicht bis weit nach Mitternacht beschäftigt halten wollen und es tatsächlich zwischendurch auch ein paar Lieder geben soll, dann wird von der Zeit her für jeden nicht viel übrig bleiben, als seinen Klappentext vorzulesen… Aber ich werde mir trotzdem mal meine Bände unter den Arm klemmen und schauen, was ich in Fischbach ausrichten kann.

Vielleicht stellt Thomas ja auch endlich seinen neuen Webshop vor, der schon seit geraumer Zeit im Entstehen ist? Ich würde mich sehr freuen, denn dann gäbe es auch mal einen etwas komfortableren Weg, meine Bücher unters Volk zu bringen.

Ende des Sommers

Vier Wochen sind seit dem letzten Blogpost vergangen, zwei davon sind der Tatsache geschuldet, dass ich mit der Prinzessin durch die katalanischen Berge gestolpert bin und bewusst offline war. Zum anderen hat mich natürlich auch das abrupte Ende meines „Projekts B“ getroffen und frustriert — Vielleicht hätte ich es mit „halt ne doofe Entscheidung von ihm“ abtun können, aber, wie bereits erwähnt, hatte ich ja selber meinen Bedenken über die Qualität des Textes, und genau in dieselbe Kerbe hat die Kritik gehauen, die ich inzwischen auch von einer befreundeten Schauspielerin bestätigt bekommen habe. Naja. Aufstehen, Krönchen richten, tun als sei nichts gewesen.

Darum nun der Blick nach vorne: Die Proben für „100 Jahre Musical“ haben wieder begonnen, mit Alex Krüger als bereits dem dritten männlichen Darsteller, den wir für diese Produktion verschleißen. Am Wochenende gibt’s dann wieder Vorstellungen in Treuchtlingen (Samstag) und Eichstätt (Sonntag), für beide Termine sind noch Karten bei den üblichen Verdächtigen zu erhalten!

Danach sollte ja eigentlich im November eine weitere Aufführung in Neuburg die Derniere sein, aber aller Wahrscheinlichkeit wird sich unsere Spielzeit tatsächlich noch bis nächstes Jahr erstrecken — was mich natürlich sehr freuen würde.

Soviel zu Projekt B…

Offensichtlich ist mein Schreibtalent mäßig, mein Gespür für Schwächen dafür umso besser. Meine Selbstzweifel am Skript für „Projekt B“ waren wohl berechtigt, nachdem ich heute das Skript mit einer Ablehnung des Produzenten zurückbekommen habe.

Leider war die Ablehnung durchaus wohlbegründet (und nicht so fern von meiner eigenen Einschätzung) und wohlwollend verfasst, allerdings auch deutlich genug, dass nach Meinung meines Produzenten nicht viel zu retten ist. Falls also jemand von euch auf der Suche nach einem Einpersonenstück ist…

(Der Frust, den du dir bei diesem Metier einhandelst, den auszudrücken, dafür reicht ein einzelnes Tourette-Syndrom gar nicht…)

Der Würfel ist gefallen

Nachdem ich in den letzten Tagen nochmal über den Text drübergegangen bin und fast ein Viertel davon rausgeschmissen habe, ging das Manuskript gestern an meinen Produzenten in spe raus. Drückt mir die Daumen, dass die Version Anklang findet — zumal jetzt, wo sie mir inzwischen wesentlich besser gefällt, als noch vor ein paar Tagen.

Positiv ist auf jeden Fall, dass wir vermutlich schon ein Team zusammen haben, das die Geschichte auf die Bühne bringen würde!