Selbstzweifel

Und nachdem die Prinzessin heute ihre Derniere bei „Nisha“ spielt (und nach der Dernierenfeier vermutlich nicht vor Morgengrauen wieder heimkehrt…), habe ich die Gelegenheit genutzt, an meinem „Projekt B“ weiterzufeilen, mit dem mich eine Hassliebe verbindet, wie ich ja erst kürzlich erwähnt habe.

Das Stück besitzt praktisch keine durchgängige Handlung, sondern ist eher so eine Mischung aus Anekdotenanreihung und Standup-Comedy. Die Struktur ist für mich sehr ungewohnt, und deswegen bin ich wohl auch für meinen Verhältnisse so ungewohnt von Selbstzweifeln befallen: „Projekt B“ ist eine Gelegenheit, die mir geboten wurde, und die ich keinesfalls vermasseln will. (Nun hätte man dasselbe auch von „100 Jahre Musical“ sagen können, an das ich aber doch mit wesentlich geringeren Bedenken gegangen bin — vielleicht, weil der Aufbau aus durch Lieder verbundenen Einzelszenen mir doch eher vertraut war. Jede Szene ein kurzer, sich selbst genügender Sketch, damit kann ich umgehen.)

Immerhin, ich hab heute abend noch eine längere Sitzung an dem Manuskript eingelegt und es ist mir gelungen, ein wenig Struktur in die Anekdoten zu bringen. An „Inhalt“ ist alles drin, was reinsollte, und ich bin bei guten zehntausend Worten angekommen. Ich denke, das wird sich in gute anderthalb Stunden Spielzeit übersetzen lassen, von daher bin ich wohl mit der Länge des Stücks ganz gut im „Korridor“ zwischen „Dafür ins Theater zu gehen lohnt sich doch nicht“ und „Das soll eine einzelne Schauspielerin durrchhalten?“

Natürlich muss noch viel an Formulierungen gefeilt werden, die Übergänge müssen eleganter werden etc., aber langsam gefällt mir das Skript auch als Ganzes besser, denn es beginnt, so eine Art „Körper“ zu entwickeln. Es ist schwer zu beschreiben: Zwar gibt es immer noch keine Handlung (war ja auch nicht geplant), aber die Abfolge der Szenen ist jetzt nicht mehr so beliebig, sondern „organischer“, und es gibt so etwas wie einen roten Faden, der durch die siebzehn Abschnitte führt.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich beginne, Zutrauen zu meinem Stück zu fassen. Aber warten wir mal, wie’s morgen wieder aussieht. 😉

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