Osterhasi!

Eine sehr angenehme Osterüberraschung gab’s gestern für uns: Wir konnten die „Hundert Jahre Freistaat Bayern“, jetzt unter dem etwas griffigeren Titel Baju-wahr in der Roten Bühne Nürnberg aufführen. Ich nehme an, dem Feiertag und dem tollen Wetter war’s geschuldet, dass die Reservierungen zuerst sehr spärlich trudelten, so dass wir sogar befürchteten, wir müssten die Show absagen.

Dann war der Saal aber zu meiner Freude doch noch gut gefüllt, sogar mit etwas „Lokalprominenz“, und Gitti, Karin, Alex und Andreas sind nochmal zu Höchstform aufgelaufen. (Textsicherheit nimmt der Darbietung eh nur die Spontaneität… ;-)) Und das Publikum ist richtig klasse mitgegangen!

Erstaunt hat mich, festzustellen, wie schnell das Material von Baju-wahr „altert“: Anspielungen, die vor einem Jahr, als ich den Text geschrieben habe, noch ziemlich aktuell waren, sind jetzt schon fast in der Vergessenheit verschwunden. Von daher gehe ich davon aus, dass das Material nach der noch ausstehenden Aufführung im September in der Knorr’schen Kulturscheune einfach nicht mehr aktuell ist. Dann werden wir uns ein neues Programm überlegen müssen.

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Was dir auf der Schreibschule keiner erzählt

Wenn du an einem neuen Stück tippelst und dir am Ende einer langen Szene auffällt, dass du einen deiner Charaktere unterwegs vergessen hast, was machst du dann?

Der ist offensichtlich die ganze Zeit unbeteiligt wie ein Möbelstück auf der Bühne gestanden und hat die — eigentlich vertraulichen — Unterhaltungen der anderen verfolgt… Und dir fällt kein guter Grund ein, wie man ihn am Anfang der Szene von der Bühne schicken könnte…

100 Jahre Bajuwahr

Wie bereits erwähnt, unser kleines Musicalprogramm „100 Jahre Freistaat Bayern“ kommt auch 2019 noch zweimal auf die Bühne. Weil der ursprüngliche Name ein wenig sperrig war und Bayern ja nun auch schon auf den 101. Geburtstag zusteuert, haben wir uns entschlossen, das Stück in „Bajuwahr“ umzubenennen — schließlich geht’s ja um spezifisch bayerische „Bajuwahrheiten“… 😉 Die Musik bleibt allerdings dieselbe.

Hier ist unser erster Spieltermin 2019:

Rote Bühne am Ostersonntag, 21.4., 18:00

Im September sind wir dann aller Voraussicht nach noch einmal in der Knorr’schen Kulturscheune.

Wie immer, kommet zuhauf, wir freuen uns auf euch!

Frau Luna abgestürzt

Nachdem ich mich heute nochmal mit dem MuS Franken getroffe habe, mussten wir uns leider eingestehen, dass Frau Luna — so toll die Idee und das Projekt auch wären — leider keine Chance hat, sicher zu landen: Die Zeit reicht einfach nicht, um das Stück bis zum 20./21.7., was die Aufführungstermine und gleichzeitig das 50. Jubiläum der Landung von Apollo 11 wären, auf die Bühne zu bringen.

Das hauptsächliche Problem war dabei, eine Band zu finden, die bereit wäre, sich in der Kürze der Zeit die Lieder draufzuschaffen, sie mit unseren Sängern einzustudieren, und dann auch noch für das bisschen Geld, das wir bieten könnten, auf der Bühne zu stehen. Und mit jeder Woche, die verstrich, wurde auch unser potenzielles „Startfenster“ kleiner, und heute hat der Vorstand von Mus Franken dann mit 5:0 bei einer Enthaltung entschieden — wir lassen’s und konzentrieren uns lieber darauf, 2020 ein Stück zu produzieren, das wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht umsetzen können. Besser ein Ende mit Schrecken…

Die Entwicklung war absehbar, und ich war glaube ich einer der Ersten, die vorschlugen, Frau Luna lieber von der Startrampe zu holen. Es zeichnete sich ja erst Anfang Februar ab, dass MuS Franken im Juli zwei Spieltermine hätte, die zu füllen wären, und in der Frist eine abendfüllende Produktion aus dem Boden zu stampfen, wäre schon unter optimalen Umständen anspruchsvoll gewesen.

Es stand dann auch noch im Raum, Frau Luna in den Herbst zu verschieben (auch wenn dann der schöne Jubiläumstermin perdu gewesen wäre), was aber daran scheiterte, dass wir wieder keine Halle gehabt hätten, und dass mit Eva einer der Köpfe des MuS Franken sein Studium in München beginnen und kaum mehr für die Produktion vor Ort zur Verfügung stehen würde.

Eine weitere Option wäre gewesen, das Projekt „umzuwidmen“ und eine neue Story um Frau Luna (oder etwas ganz Neues) zu entwickeln — mit weniger Rollen, weniger Aufwand. Aber wir kamen dann darauf, dass das genauso am Problem der Band scheitern würde. Ohne Band wäre uns nur geblieben, Musik aus der Konserve zu verwenden, aber das wollten wir alle nicht. Da waren wir einer Meinung: Wenn wir schon keine Originalmusik spielen können, sondern uns auf Evergreens beschränken, dann muss die Musik wenigstens live sein — Das sind wir einem Publikum, das für teures Geld seine Eintrittskarten gekauft hat, schuldig.

So. Wir haben unser Pulver verschossen, und es hat sich gezeigt, es hat eben nicht gereicht. Und obwohl das Ergebnis absehbar war, tut es mir jetzt doch mehr um Frau Luna leid, als ich erwartet hätte. Immerhin, es gibt Zeichen, dass, „wenn sich die eine Tür schließt, die andere sich öffnet“ — schauen wir mal. Und wenn das schon nicht klappen sollte, habe ich zumindest im Rahmen der Recherche für Frau Luna ein paar wunderschöne neue Songs kennengelernt:

„Ticket to the Moon“ (ELO)

Das hör ich mir jetzt an.


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