Ein halbes Jahr haben wir uns vorbereitet — um 19:00 heute ist Premiere.
Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Post veröffentlicht wird, trudeln alle langsam in St. Heinrich ein und bereiten sich vor — Maske, Frisur, Kostüme, damit pünktlich der Vorhang hochgehen kann. Für den Autor ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel zu tun, als im Weg zu stehen und sich die Fingernägel bis auf die Wurzel abzuknabbern.
Wir wissen, dass der Saal weitgehend voll sein wird, auch wenn es für die folgenden Wochenenden noch Plätze gibt. Wir werden die Presse und Vertreter der Stadt da haben. Wird alles klappen? Werden die Gags zünden? Kommt die Handlung gut rüber? Natürlich weiß ich mein Stück in hervorragenden Händen, und die beste Regie und die beste Cast der Welt werden die kleinen Komödie schon wuppen — aber was, wenn der Text es doch nicht hergibt?
Lasst euch nicht erzählen, dass die Autoren nicht auch Lampenfieber hätten — vielleicht noch mehr als die reguläre Cast, weil wir tatsächlich nur noch dasitzen und das Drama beobachten können, das sich vor unseren Augen abspielt.
Falls ihr euch selbst ein Bild machen wollt: Es gibt noch Karten!
