Was tut man in der Pandemie?

Wenn einem die ganzen Bühnenprojekte wegbrechen?

Nachdem es derzeit nicht allzuviel Sinn ergibt, sich mit neuen Hörspielen oder Dramen zu beschäftigen, bin ich mal durch meine alten Moleskin-Notizbücher gegangen und sortiere die Gedanken, die ich 2014 zu einem Jugendroman hatte.

Vielleicht kommt tatsächlich eine vernünftige Handlung heraus. Das wäre sicher interessant, zumal ich gerade die Gormenghast-Trilogie von Mervyn Peake lese (sehr surreal, sehr barocker Stil, ein bisschen wie Herr der Ringe im Stil von Edgar Allan Poe), das ein bisschen in dieselbe Richtung geht — so ein 1:1-Vergleich könnte spannend werden.

Aber wartet nicht mit angehaltenem Atem darauf. Da werden mindestens noch ein oder zwei Jahre ins Land ziehen, bevor etwas Lesbares herauskommt. Wenn überhaupt…

Statt Halloween…

Dieses Jahr läuft ja nichts so wie gedacht, und auch Halloween musste weitgehend ausfallen.

Schade auch für mich, denn für eine befreundete Familie hatte ich ein kleines Halloween-Verschen geschrieben, damit die Süßes-oder-Saures-Tristesse bei der Naschwerksuche ein wenig Abwechslung bekommen würde. War dann doch nur für die Schublade, zumindest bis nächstes Jahr:

Heute ist die Nacht der Nächte:
Falsche Geister wie auch echte
Ziehen durch die finst’re Stadt!
Angst und Panik, Furcht und Grauen,
Lassen wir euch heute schauen,
Wie man’s nie gesehen hat!

Wollt ihr uns die Nacht versüßen?
Besser wär’s, sonst müsst ihr büßen,
Unter Schrecken ohne Zahl!
Was werft ihr zum Sack hinein:
Naschwerk oder einen Stein?
Ihr habt jetzt die Wahl der Qual!

(Ja, mit dem „…die Nacht versüßen“ bin ich auch nicht wirklich glücklich. Bin offen für bessere Alternativen.)