„Der Fall des einsamen Leutnants“

Frau Iahel Nimoy hat bereits ein reichlich bewegtes Leben hinter sich. Die ersten Geschichten mit ihr und ihrem Sidekick Quentin von Cramm1 stammen bereits aus den frühen 2000er Jahren. 2008 nahm dann das Manuskript zu einem ersten Roman Gestalt an, der dann auch fast veröffentlicht worden wäre — aber eben nur „fast“, denn im letzten Moment entschied sich der Verlag doch noch dagegen.

Im zweiten Anlauf und mit dem zweiten Versuch war es dann doch noch soweit, und mit Der Fall Zita S. betrat Iahel Nimoy 2013 erstmals die Literaturbühne (und ist inzwischen zwar noch nicht in der Wikipedia, aber immerhin im Fürth-Wiki vertreten, worauf ich besonders stolz bin!). Ein Jahr darauf folgte Der Fall des einsamen Goldfischs, eine Sammlung von Kurzkrimis und der namensgebenden etwas längeren Novelle, und die kam wiederum — durch die Corona-Wirren verzögert 2022 als erstes Theaterstück von LightsDownLow auf die Bühne.

Da uns allen die Produktion eine riesige Menge Spaß gemacht hat (und ich glaube, auch dem Publikum) und wir uns finanziell nicht komplett überworfen haben, kam der Wunsch auf, ein Sequel zu machen — und natürlich habe ich mich nicht zweimal bitten lassen. Mein erster Titelvorschlag „Die Rückkehr des einsamen Goldfischs“ wurde leider verworfen ebenso wie meine Idee, die nächste Geschichte bei einem finnischen Gärtner spielen zu lassen („Der Fall des einsamen samischen Samens“), und nun musste eben ein frisch aus den Kolonien zurückgekehrter Leutnant dran glauben…

Die allerersten Anfänge des „Leutnants“…

Es war anstrengend (natürlich), spaßig, spannend (hoffentlich!), frustrierend (buuh!) und unglaublich aufregend, aufbauend und belohnend. Wir haben viel gelernt seit 2022, und gemäß unserem Motto „Wir sind willens, jeden Fehler zu machen — aber nur einmal!“ haben wir viele neue Fehler gemacht… Nein, im Ernst, es lief diesmal wesentlich glatter und weniger panisch ab, wohl weil wir inzwischen an Erfahrung gewonnen haben und die ganz großen Fallstricke vermieden haben.

Nicht zuletzt haben eine fantastische Truppe am Start, die mit viel Energie und Kompetenz, aber eben auch Einsatzwillen und gegenseitiger Rücksichtnahme eine Produktion auf die Bühne gebracht hat, von der sich — wenn ich das in aller Bescheidenheit sagen darf — andere durchaus eine Scheibe abschneiden dürfen. Unser Ensemble hat sich spätestens damit auf jeden Fall seine Sporen verdient.

Die Besetzung: v.l.n.r. Markus Kainer (August), Marc Giersberg (Clemens Marx), Sabine Sauerer (Madlon Leupold), Verena Maser (Iahel Nimoy), Sina Vogt (Elena Gulyaschkanonska), Jörg Tremmel (Quentin von Cramm), Gina Kirschner (Josi Binswanger), Sascha Fuchs (Doktor Santa-Coloma), Martin Würflein (Secondeleutnant Spring-Brauner) und Julia Piecha (Nicolette). Foto: Michaela Fesser

Und wie geht es weiter mit Frau Nimoy? Das steht derzeit ehrlich gesagt noch in den Sternen. Es gibt tatsächlich schon Gedanken, aber noch keine Story, die der Rede wert wäre.

Aber das muss ja nicht so bleiben… 😉


  1. Frau Nimoys allererster Begleiter hieß noch „Brandenburger“ und war etwas dröger als QvC. ↩︎