Gestern, heute, morgen

Gestern saß ich mit der kreativsten Sina von allen noch auf der Couch, und wir haben die Szenenfolge für „Frau Luna“ zusammengestellt — denn die Produktionsleitung hat mir durch die Blume mitgeteilt, dass sie den geplanten Liefertermin für das Skript gerne von Anfang Mai auf Anfang März vorziehen würde… Was schon ziemlich sportlich ist. Aber mit mir kann man’s ja machen. Immerhin, ich glaube, wir haben jetzt einen ganz guten Rahmen für unsere kleine Revue zusammen, die Lieder sind einigermaßen festgeklopft, und damit kann ich mich dann an die Umsetzung des Skriptes machen.

Heute — also genau genommen jetzt, wenn dieser Post veröffentlich wird, sitze ich mit Julian bei einem oder zwei Cocktails zusammen, und wir besprechen die Umsetzung von „Death Star„, unserem Projekt für eine gemischt gehörlose/normalhörende Theatergruppe. Das wird auch wieder sehr spannend für mich, einerseits habe ich persönlich null Ahnung von der Thematik „Taubheit“ im Allgemeinen (wie ein Gehörloser wie Beethoven komponieren konnte, ist mir komplett schleierhaft), andererseits ist es natürlich eine besondere Herausforderung, ein Stück für Gehörlose auf die Bühne zu bringen — wo die Story naturgemäß noch viel mehr vom Dialog getragen wird als z.B. beim Film. Ich hoffe, hinterher sehe ich ein wenig klarer.

Morgen geht’s dann wieder mit Eva vom MuS Franken weiter, und wir treffen uns, um ein paar Eckdaten für die „Frau Luna“ fix zu machen.

Dann beginnt auch schon wieder langsam das Wochenende, wo ich mich hinsetzen und die ganzen Ideen (inklusive einer neuen Story für unsere Hörspiele), die bislang nur als krakelige Notizen existieren, fein säuberlich zu Papier bringen werde. Ja, und die Verhandlungen für neue Spieltermine der „100 Jahre Musical“ laufen natürlich nebenher auch noch…

Bei der „Roten Bühne“ im Programm

Wie bereits angekündigt werden wir mit den „100 Jahren Musical…“ auch 2019 nochmal die Theater der Region bespielen: Hier ist unsere Ankündigung für den Auftritt am Ostersonntag in der Roten Bühne, Nürnberg — hier der Link auch nochmal zu Facebook.

Kommet zuhauf, und hört und seht euch Gitt, Karin, Alex und Andreas an!

Die Verhandlungen über einen Auftritt in der Knorr’schen Kulturscheune laufen ebenfalls noch — Ich halte euch auf dem Laufenden!

The End

Das war’s jetzt also fürs Erste mit den „100 Jahren Musical„, dem ersten Libretto das ich schreiben durfte: Am letzten Sonntag hatten wir die vorläufig letzte Aufführung, diesemal in Neuburg an der Donau, und natürlich war bei mir ein wenig Wehmut dabei. Hier ist eine Besprechung aus dem Donaukurier zu der Performance.

Es war ein großer Vertrauensvorschuss von Andreas, dass er mir angeboten hat, das Buch für etwas zu schreiben, das als „Mini-Musical“ gedacht war (und dann etwas aus dem Ruder gelaufen ist — naja: „Wenn du träumst, träume Großes!“), und ich glaube, ich habe ihn nicht enttäuscht. Für mich war es sehr spannend, im Rahmen der Beschränkungen des Formats zu arbeiten: Es ging ja nicht nur darum, eine Handvoll witziger oder nachdenklicher Sketche zu schreiben, sondern ich hatte nur ein Ensemble von zwei Frauen und einem Mann an der Hand, von denen wiederum auch nicht jeder jedes Lied singen konnte — es galt also, die Szenen so aufzubauen und zu sortieren, das sowohl der Fluss gewahrt war und sich etwas Tiefgründigeres mit dem Komischen abwechselte, dass aber trotzdem Zeit für die Kostümwechsel blieb.

Natürlich würde ich rückblickend einige Sachen anders machen: Das Thema „Korruption“ kommt beispielsweise zu oft vor, und der Schlussmonolog der Flüchtlingshelferin stolpert ein wenig schwerfällig daher.*) Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit meiner Arbeit, und auf die Sequenz zur Nachkriegszeit bin ich richtig stolz.

Das ist aber natürlich auch leicht, wenn man ein Ensemble wie Gitti, Karin und Alex (und Tamás und Fabian…) hat. Ich hab mich riesig gefreut, wie die drei meinen Texten Leben eingehaucht haben, und ihre Spielfreude auf der Bühne war jedesmal wieder ansteckend. Zumal beim letzten Gig am Sonntag, als Karin schwer erkältet auf die Bühne kam, aber trotzdem gesungen und getanzt hat, als ob’s kein Morgen gäbe… Das entschädigt dann schon dafür, dass nicht alle Projekte reibungslos laufen.

Jetzt schauen wir mal wie’s weitergeht. Ein- oder zweimal werden die „100 Jahre Musical“ 2019 mindestens gespielt werden, und wir bemühen uns natürlich um weitere Termine, aber „fix is nix“. Andreas ist derzeit noch vollauf mit den Vorbereitungen für sein nächstes „King Size“ Musical, den „Seelenhändler“ beschäftigt und wird danach erstmal eine kleine Auszeit nehmen. Ich für meinen Teil networke fleißig weiter, unter anderem an der Theke im Foyer des „Seelenhändlers“. Außerdem… aber darüber demnächst mehr auf diesem Kanal! 🙂


*) Wir haben nach den ersten Aufführungen besprochen, ob ich den Text nochmal überarbeiten sollte, uns aber dann aus Zeitgründen dagegen entschieden: Es wäre zu aufwändig gewesen, den neuen Text zu lernen.

Letzte Chance 2018!

Es laufen die Planungen, die „100 Jahre Musical“ auch 2019 zur Aufführung zu bringen, aber bis dahin ist es ja noch ein wenig hin. Wer in der Zwischenzeit Gitti, Karin, Alex und Andreas sehen und hören und das mit einem entspannten Tagesausflug nach Neuburg an der Donau verbinden will, hat in der kommenden Woche noch einmal die Chance:

Am Sonntag, 11.11. um 19:00 findet eine Aufführung im Kongregationssaal statt.

Ich persönlich freue mich sehr über diesen Abschluss der Saison, denn meine Mutter stammte aus Neuburg, und Besuche bei den Großeltern waren bei uns fester Bestandteil der Ferienordnung — von daher kann ich sagen, dass mich Neuburg durchaus ein wenig geprägt hat. Und wenn ich jetzt ein wenig zurückgeben kann, nehme ich die Gelegenheit natürlich doppelt gerne wahr!

Details und Tickets gibt’s wie üblich bei Reservix oder an der Abendkasse!

Foto: Patrick Huebgen

Bayern hat nen Neuen

Für die „100 Jahre Musical„, unsere launige Zusammenfassung der jüngeren bajuwarischen Geschichte, gibt es Neues zu vermelden!

Nachdem Tamás Mester sich aus dem Projekt zurückziehen musste, hatten wir mit Fabian Sedlmair ja eine hervorragende Vertretung für die männliche Hauptrolle, und ich kann nur noch einmal bewundern, mit welcher Bravour und Chuzpe Fabian sich in diese Aufgabe gestürzt (und unsere Aufführung in meiner Heimat gerettet) hat!

Es war aber von vorneherein klar, dass er nur diese eine Aufführung bespielen konnte und dass wir für die verbleibenden Termine in Treuchtlingen, Weißenburg und Neuburg an der Donau wieder jemand anderen brauchen würden. Diesen Jemand haben wir nun, und es ist Alexander Krüger, worüber ich mich sehr freue!

Musical- und Musikfreunden der Region wird er kein Unbekannter sein, bei „Der Kaiser und die Gauklerin„, der letzten Produktion des Stadtmusicals Nürnberg, verkörperte er den Gaukler Johann, und im Moment steht er für das Klingende Denkmal auf der Bühne, und zwar in Andreas‘ Version der Schöpfungsgeschichte.

Ich freu mich auf die Proben für die „100 Jahre Musical“, und natürlich darauf, ihn in unserer Produktion auf der Bühne zu sehen!