Gestern, heute, morgen

Gestern saß ich mit der kreativsten Sina von allen noch auf der Couch, und wir haben die Szenenfolge für „Frau Luna“ zusammengestellt — denn die Produktionsleitung hat mir durch die Blume mitgeteilt, dass sie den geplanten Liefertermin für das Skript gerne von Anfang Mai auf Anfang März vorziehen würde… Was schon ziemlich sportlich ist. Aber mit mir kann man’s ja machen. Immerhin, ich glaube, wir haben jetzt einen ganz guten Rahmen für unsere kleine Revue zusammen, die Lieder sind einigermaßen festgeklopft, und damit kann ich mich dann an die Umsetzung des Skriptes machen.

Heute — also genau genommen jetzt, wenn dieser Post veröffentlich wird, sitze ich mit Julian bei einem oder zwei Cocktails zusammen, und wir besprechen die Umsetzung von „Death Star„, unserem Projekt für eine gemischt gehörlose/normalhörende Theatergruppe. Das wird auch wieder sehr spannend für mich, einerseits habe ich persönlich null Ahnung von der Thematik „Taubheit“ im Allgemeinen (wie ein Gehörloser wie Beethoven komponieren konnte, ist mir komplett schleierhaft), andererseits ist es natürlich eine besondere Herausforderung, ein Stück für Gehörlose auf die Bühne zu bringen — wo die Story naturgemäß noch viel mehr vom Dialog getragen wird als z.B. beim Film. Ich hoffe, hinterher sehe ich ein wenig klarer.

Morgen geht’s dann wieder mit Eva vom MuS Franken weiter, und wir treffen uns, um ein paar Eckdaten für die „Frau Luna“ fix zu machen.

Dann beginnt auch schon wieder langsam das Wochenende, wo ich mich hinsetzen und die ganzen Ideen (inklusive einer neuen Story für unsere Hörspiele), die bislang nur als krakelige Notizen existieren, fein säuberlich zu Papier bringen werde. Ja, und die Verhandlungen für neue Spieltermine der „100 Jahre Musical“ laufen natürlich nebenher auch noch…

„Wenn es regnet, dann schüttet’s…“

Kaum ein paar Tage, nachdem Julian mich dazu eingeladen hat, das Skript für sein Gehörlosenprojekt zu schreiben, erreicht mich schon der nächste Vorschlag zur Zusammenarbeit, und wenn das alles tatsächlich so stattfindet, werde ich diesen Sommer nicht mehr viel Freizeit haben.

Es ist noch ein wenig früh, über ungelegte Eier zu gackern, aber ich bin im Rennen für das Skript einer kleinen Musical-Truppe aus der Region. Und vielleicht ist ja sogar der eine oder andere Euro im Budget für den Autoren drin. Momentan ist alles noch sehr, sehr vage… Aber ich werde euch wie immer informiert halten!

Sounds of Silence

Die Feiertage und die Wochen danach war ich durchaus nicht müßig — Ich durfte im „Seelenhändler„-Musical nicht nur die Theke im Foyer bemannen, sondern auch eine kleine Rolle spielen, und für die kommenden Vorstellungen von „Ottilie“ im Februar und März werde ich die Lichttechnik übernehmen. Das ist jetzt mal ein ganz neues Feld, auf dem ich mich tummeln kann, und ich hoffe, weder Zuschauer noch Darsteller werden allzuoft unverhofft im Dunkeln oder im gleißenden Licht stehen. Außerdem laufen unsere Hörspiele weiter, und ganz eventuell wird es auch ein neues Buch geben — aber das ist noch Zukunftsmusik.

Etwas konkreter kommt dazu nun noch ein neues Theater-Projekt: Kürzlich hat Julian Schmitz wieder Kontakt mit mir aufgenommen. Julian ist ein junger Musiker, mit dem ich vor einigen Jahren schon einmal an einem Amateur-Musical gearbeitet habe — „Soprano Rat Race war der Arbeitstitel, und leider verlief das Projekt aus verschiedensten Gründen wieder im Sand, und wir haben uns mit der Zeit ein wenig aus den Augen verloren.

Nun hat er mich eingeladen, für ein von ihm initiiertes Bühnenprojekt das Skript zu schreiben. Es soll eine kleine Produktion werden mit nur wenigen Aufführungen in Detmold, wo Julian inzwischen seinen Lebensmittelpunkt hat. Aber seine Truppe ist sehr interessant, eine Mischung aus gesunden Hörenden und Hörbehinderten, für die Julian noch ein kleines Stück sucht, mit dem Arbeitstitel „Sounds of Silence“. Auch wenn das Stück kein eigentliches Musical sondern Sprechtheater werden soll, wird es natürlich um Sound, Musik, Hören und Taubheit gehen. Julian, der selber hörbehindert ist, wird dazu ein paar Songs schreiben. Das ist eine neue Thematik, mit der ich mich bisher noch nicht befasst habe, und die Herausforderung nehme ich natürlich gerne an. Zumal wohl sogar ein wenig Geld da ist.

Da habe ich natürlich auch meinen ersten Fehler gemacht, denn als Julian mich fragte, was ich denn für so ein Stück verlangen würde, habe ich ihm eine Zahl genannt — und er hat sofort zugesagt und gemeint, „Ja, das dürfte drin sein.“ Lehre für mich: Ich habe schlecht verhandelt.

Aber darum geht’s ja nicht in erster Linie: Viel wichtiger ist mir, wieder ein Stück von mir auf der Bühne zu sehen, und so geht jetzt die Arbeit mit dem ersten Schritt los: Eine Idee haben, daraus eine Story entwickeln, und die in Form eines kleinen Exposés zu Papier bringen. Das sollte bis Ende März spätestens geschehen sein (ich hoffe aber, das bringe ich schneller zustande). Julian wird dann das Exposé mit dem Antrag für die unerlässlichen Fördergelder losschicken, und dann müssen wir nur noch die Zusage bekommen („Unterschrieben ist noch nix, aber so gut wie“, sagt der Meister…), und dann geht die Arbeit richtig los.

Klar, es kann noch jede Menge schiefgehen, das gehört zu diesem Geschäft, aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass der Vogel fliegen wird: Dann würde sich im November in Detmold der Vorhang für mein nächstes Stück heben…